Osteoporose

Die Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und eine Störung der Mikroarchitektur ( Feinaufbau ) mit daraus sich ergebenden erhöhten Knochenbrüchigkeit und steigendem Frakturrisiko charakterisiert ist.
 
Bis ca. zum 30. Lebensjahr erreicht jeder Mensch seine größte Knochendichte, die je nach Veranlagung und Lebensumstände variiert. Als Teil des Alterungsprozesses nimmt ab diesem Zeitpunkt die Dichte des Knochens wieder ab. Aus verschiedenen Gründen kann es nun zu einem beschleunigten Abbau des Knochens kommen.

Die Geschlechtsverteilung liegt zur Zeit bei 70% Frauen zu 30% Männer. Die WHO erwartet ein Ansteigen der Schenkelhalsfrakturen bis zum Jahr 2025 um fast 100% !!!
 
Diese Erkrankung ist nicht nur wegen der Schmerzhaftigkeit der Wirbelfrakturen und der Invalidisierung durch die Oberschenkelfrakturen von eminenter Bedeutung, sondern trifft uns durch eine Sterblichkeitsrate von über 20 % allein durch Schenkelhalsfrakturen. Der volkswirtschaftliche Aspekt sei nur am Rande erwähnt. Viele Patienten werden zu Pflegefällen.
 
Der erniedrigte Östrogenspiegel bei Frauen im Wechsel beschleunigt den Abbau von Knochensubstanz. Dies führt zur Schwächung der Knochenstruktur und im weiteren dazu, dass die Knochen brüchig werden.
Die Folgen sind eine Abnahme der Körpergröße, Knochenschmerzen und Knochenbrüche bereits bei geringer Belastung. Brüche der Wirbelkörper, des Oberschenkelhalses und der Unterarme sind besonders häufig.
Wirbeleinbrüche können zuerst zu Rückenschmerzen, einem Verlust an Körpergröße und allmählich zur Ausbildung eines Buckels führen.
 
Die Geschlechtsverteilung liegt zur Zeit bei 70% Frauen zu 30% Männer. Die WHO erwartet ein Ansteigen der Schenkelhalsfrakturen bis zum Jahr 2025 um fast 100% !!!
 
Diese Erkrankung ist nicht nur wegen der Schmerzhaftigkeit der Wirbelfrakturen und der Invalidisierung durch die Oberschenkelfrakturen von eminenter Bedeutung, sondern trifft uns durch eine Sterblichkeitsrate von über 20 % allein durch Schenkelhalsfrakturen. Der volkswirtschaftliche Aspekt sei nur am Rande erwähnt. Viele Patienten werden zu Pflegefällen.

Der erniedrigte Östrogenspiegel bei Frauen im Wechsel beschleunigt den Abbau von Knochensubstanz. Dies führt zur Schwächung der Knochenstruktur und im weiteren dazu, dass die Knochen brüchig werden.

Die Folgen sind eine Abnahme der Körpergröße, Knochenschmerzen und Knochenbrüche bereits bei geringer Belastung. Brüche der Wirbelkörper, des Oberschenkelhalses und der Unterarme sind besonders häufig.

Wirbeleinbrüche können zuerst zu Rückenschmerzen, einem Verlust an Körpergröße und allmählich zur Ausbildung eines Buckels führen.
 

Risikofaktoren :

  • Bewegungsmangel (z.B.: geringe körperliche Aktivität, langfristige Bettruhe, Lähmungen)
  • Genussmittel (Alkohol, Nikotin, Koffein, Cola)
  • hormonelle Ursachen : ein früher Beginn der Wechseljahre oder der Verlust der Eierstockfunktion durch Operation (z.B.: Hypogonadismus, Hyperprolaktinämie, Akromegalie, Cushing Syndrom, Hyperthyreose, Hyperparathyreoidismus, Hyperkalzurie, Diabetes mellitus)
  • Kollagenstoffwechselkrankheiten (Osteogenesis imperfekta, Marfan Syndrom, Ehlers-Danlos-Syndrom)
  • Ernährung (geringe Kalziumzufuhr, phosphat-, protein-, faserreiche Kost) Milch ist durch fast nichts ersetzbar.
  • Maligne Erkrankungen (Plasmozytom, Leukämien, Knochenmetastasen)
  • Erkrankungen des Magen-Darmtraktes (Magenresektion, Morbus Crohn, Colitis ulzerosa, Leberzirrhose, Pankreasinsuffizienz, Lactose-Intoleranz)
  • Medikamente (Kortikoide, Heparin, Laxantien, Antikonvulsiva, Lithium, GnRh-Analoga, Glutethimid,Thyroxin Überdosierung)
  • Genetik (familiäre Häufung, weiße oder asiatische Rasse, graziler Körperbau, blonde Haarfarbe)
  • sonstige Erkrankungen (chron. Polyarthritis, Asthma bronchiale, primäre Niereninsuffizienz, entzündlich - immunologische Systemerkrankungen)
  • Gewicht : bei deutlichem Untergewicht, besonders bei Magerkeit besteht ein deutlich erhöhtes Osteoporoserisiko.
Um dieses schicksalhafte Leiden möglichst früh behandeln zu können sollten Knochendichtemessungen zur Früherkennung durchgeführt werden.

Egal, ob die Knochendichtemessung mittels Röntgen oder Ultraschall durchgeführt wird, das Ergebnis wird im sogenannten T- score ausgedrückt.
 
normale Knochendichte verringerte Knochendichte (Osteopenie) Knochenbrüchigkeit (Osteopenie)
bis -1 von -1 bis -2,5 ab -2,5

Wenn Ihre Knochendicht schon ein wenig zu wünschen lässt, so können Sie durch Ändern Ihres Lebensstils und Ernährung bereits viel zu Ihrer Knochengesundheit betragen.

Bewegung / Training : sorgen Sie für regelmäßige körperliche Betätigung wie Joggen, Wandern, Tennis, Radfahren aber auch Krafttraining im Fitnessstudio. Auch, wenn Sie schon über 70 Jahre alt sind - es zahlt sich aus!!! (3 x  wöchentlich )

Ernährung : sorgen Sie dafür, dass eine ausreichende Menge Kalzium in Ihrer Nahrung enthalten ist. Frauen zwischen 20 und 50 Jahren sollten täglich mindestens 1000 mg Kalzium zu sich nehmen. Nach dem Wechsel sollten Sie die Zufuhr auf 1500 mg steigern. Milch (vorzugsweise Magermilch) Joghurt, Käse und grünes Blattgemüse.

Sturzrisiko : körperliche Fitness, bzw. die Vermeidung einer Zunahme der Behinderung senken das Risiko hinzufallen. Vermeiden Sie, wenn möglich, Medikamente, die zu Gangunsicherheit, Müdigkeit oder zu einer Herabsetzung der Muskelspannung führen. Schlafmittel können sich noch am nächsten Tag ungünstig auf die Bewegungskoordination auswirken. Sorgen Sie für die richtige Brille! Passen Sie auf bei Teppichen oder in der Badewanne (Haltegriffe und rutschsichere Gummimatten). Sorgen Sie für gute Beleuchtung (Lampen mit Bewegungsmelder), lassen Sie Türschwellen entfernen,

Medikamente : sollten Sie wirklich bereits an einer manifesten Osteoporose leiden, so haben wir bereits mehrere Medikamente, welche die Knochendichte erhöhen.

Calciumpräparate und Vitamin D
Eine Hormonersatztherapie verlangsamt oder verhindert den Knochenabbau während und nach dem Wechsel.
SERM (Medikamente, die den Östrogenrezeptor modulieren)
Knochenabbauhemmen (Biphosphonate)
Parathormon
Kyphoplastie : ist ein operative Verfahren um eingebrochene Wirbelkörper wieder aufzurichten. Der eingebrochene Wirbel wird unter Röntgensicht punktiert, mit einem Ballon unter hohem Druck wieder aufgerichtet und durch Füllen mit Knochenzement wieder stabilisiert. Dieses Verfahren lindert akut den Schmerz.

Aber, nicht jeder reduzierter Knochendichtebefund ist eine Osteoporose !

Der Teufelskreis, wenn Sie Nichts machen : Gehen und Stehen wird immer mühsamer und mit zunehmender Dauer der Erkrankung auch schmerzhafter, so dass die Patienten dazu neigen, jede körperliche Aktivität auf das absolut erforderlich Minimum zu beschränken. Damit kommt es zum Bewegungsmangel, Schwächung der Muskulatur und  noch weiteren Einschränkung der Mobilität. (Wer rastet, der rostet)

Daher ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Kost, Sturzprävention (Gehhilfen, Kontrolle der Sehkraft, Beseitigen von Sturzfallen im Haushalt) ausreichende Zufuhr von Kalzium  und Vitamin D ev. auch in Form von Medikamenten, Hormonersatztherapie im Wechsel (wenn keine Gegenanzeigen vorhanden sind) und bei fortgeschrittenem Knochenabbau auch Knochenabbauhemmer.