Das erste Mal beim Frauenarzt

Wenn Sie noch nie beim Frauenarzt waren - sollten Sie einige Dinge beachten.

  • Sie sollten sich telefonisch anmelden und einen Termin vereinbaren. Sollten Sie Schmerzen oder Beschwerden haben, sagen Sie das gleich dazu, damit der Termin so bald als möglich ist.
  • Sie brauchen eine Chipcard.
  • Machen Sie sich eine Liste all der Fragen, die Sie bedrücken oder interessieren.
  • Wenn Sie unsicher sind oder Angst haben, so haben Sie die Möglichkeit eine Freundin oder Ihren Partner, Ihre Mutter, die Schwester, die Oma etc. als Unterstützung mitzunehmen.
  • Sie haben auch die Möglichkeit sich vorerst nur beraten zu lassen, sich umzuschauen, ob Ihnen der Frauenarzt sympathisch ist.

Wann sollten Sie zum Frauenarzt :

  • Bei Beschwerden (Schmerzen, Ausfluss, Brennen, Jucken, wenn die Periode ausbleibt oder Beschwerden macht, etc.)
  • Wenn Sie sich über Verhütungsmittel informieren wollen.
  • Wenn Sie schwanger sind.
  • Bei Fragen und Unklarheiten
  • Vor dem ersten Geschlechtsverkehr

Das erste Gespräch:

  • hierbei geht es um die Probleme, Beschwerden, kurzum den Grund Ihres Besuches.
  • den Überblick über Ihre medizinischen-gynäkologische Lebensgeschichte (Anamnese) - Wann war die erste Regel? In welchen Abständen kommt die Blutung? (gerechnet vom 1.Tag der Blutung bis zum nächsten 1.Tag )Wie lange dauert die Blutung? Operationen ? Sind Sie bereits schwanger gewesen? etc.
  • über die Schwangerschaftsverhütung
  • über Fragen, die sie stellen
  • wenn Sie noch Jungfrau sind, sagen Sie das bitte. (die Untersuchung wird sicher mit noch mehr Vorsicht durchgeführt)

Die Untersuchung:

Nach diesem Gespräch folgt die Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl. Dafür sollten Sie den Unterkörper frei machen, die Unterhose ausziehen, sich auf den gynäkologischen Stuhl setzen, die Füße in die steigbügelartigen Stützen stellen und die Beine ganz breit nach beiden Seiten auseinanderfallen lassen und den Unterbauch ganz locker machen. Das sagt sich leicht, Angst, natürliche Reflexe machen dies nicht nur für junge Mädchen schwer, sondern reifere Frauen haben hier immer wieder Ihre Probleme damit. Je lockerer Sie es schaffen, desto einfacher kann die Untersuchung durchgeführt werden. Bei sehr großer Angst oder bei schlechten Erfahrungen bei früheren Untersuchungen, sagen Sie dies dem Arzt, er wird sich besonders um Sie bemühen! Diese Situation auf dem gynäkologischen Stuhl ist für viel Frauen und Mädchen unangenehm. Für den Frauenarzt ist die Untersuchung des Geschlechtsbereichs genauso normal, wie für den Zahnarzt die Untersuchung der Mundhöhle.

Die Untersuchung des äußeren Genitalbereichs :

sind Schamlippen und Klitoris normal angelegt? Wie sieht das Jungfernhäutchen aus? Ist der Scheideneingang gerötet? Ist Ausfluss zu sehen?

Die Untersuchung der Scheide :

Damit der Arzt etwas sehen kann, muss er zuerst ein Instrument, welches die Scheidenwände auseinander hält, einführen. Sollten Schmerzen auftreten, sagen Sie es bitte sofort. Während dieser Untersuchung wird oft ein Krebsabstrich abgenommen. (Dies ist eine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung gegen Gebärmutterhalskrebs, die jährlich durchgeführt werden sollte) Ebenfalls wird ein Abstrich abgenommen, den der Arzt gleich im Mikroskop ansieht (Hier werden die Bakterien der Scheide beurteilt, manchmal sind auch Pilze oder kleine Tiere zu finden, welche behandelt werden sollten)

Die Untersuchung der inneren Geschlechtsorgane :

Diese Untersuchung erfolgt ohne Instrumente, nur mit den Händen. Der Arzt legt einen Finger in die Scheide . Mit der anderen Hand tastet er die Bauchdecke ab, er spürt die Lage und Größe der Gebärmutter, fühlt die Eierstöcke. Bei Schmerzen sollten Sie dies gleich sagen, es könnten Krankheitszeichen sein.

Die Untersuchung der Brust :

dabei werden beide Brüste in zwei Durchgängen abgetastet - dies ist eine Vorsorgeuntersuchung gegen Brustkrebs.